1516 Im Zuge der Reformation wird das Kloster in Grünhain aufgelöst, und seine Besitztümer gehen in das Eigentum des Staates über Sie bildeten das Amt Grünhain. Die um Zwickau gelegenen Dörfer wurden aber bald herausgelöst und zum Amt Zwickau geschlagen.   1524 Der Zwickauer Amtsschösser Wolf Beham (mit Genehmigung des Grünhainer Abtes Gregorius) mit 16 Bauern zu Oberhohndorf wegen seiner Stollengerechtigkeit. 1525 erfolgte eine Bergwerksverschreibung des Herzogs Johann von Sachsen für den Zwickauer Bürger Martin Römer über ein Bergwerk zu Hoendorf bei Zwickau.   1528 Am 13.11. kaufte Beham von Melchior Seiffart eine Schicht "im Kolnstollen, hinter Ober Hondorff gelegen". 1530 wegen der im August zu Leipzig ausgebrochenen Pest, wanderten viele Bürger von dort aus, und siedelten sich zum Teil auch in der Zwickauer Umgebung an. Außerdem wurden weitere Steinkohlenvorkommen entdeckt. Am 24.11. kaufte Beham noch die Kohlen von Caspar Falc auf dessen Gut.   1532 Erste Kohlenordnung trat in Kraft.   1536 Oberhohndorf wurde in folge der Säkularisation des Grünhainer Klosters, Zwickauer Amtsdorf. Kurfürstin Margarete hat sich mit ihren Mitgewerken an dem Kohlenbergbau zu Hohndorf beteiligt. 1540 Zwischendurch mal noch etwas interessantes, denn folgende Berufe wurden in diesem Jahr in Zwickau gezählt: 2 Apotheker, 44 Bäcker, 2 Bader, 4 Barbiere, 4 Beutler, 3 Bergleute, 3 Bierbrauer, 1 Bleicher, 12 Bötticher, 3 Buchbinder, 1 Buchdrucker, 1 Büchsengießer, 2 Büchsenschmiede, 1 Bürstenbinder, 1 Dachdecker, 7 Färber, 2 Feilenhauer, 31 Fleischer, 4 Fischer, 26 Fuhrleute und Kärner, 25 Loh- und Weißgerber, 4 Gewandschneider, 5 Glaser, 6 Goldschmiede, 4 Gürtler, 43 Huf-, Nagel- und andere Schmiede, 1 Kartenmacher, 16 Kramer, 4 Krempelsetzer, 1 Kupferschmied, 8 Kürschner, 14 Leinweber, 2 Maler, 4 Mälzer, 4 Maurer, 7 Messerschmiede, 1 Nadler, 1 Panzermacher, 1 Plattner, 7 Riemer, 9 Ringmacher, 4 Sattler, 1 Schieferdecker, 2 Schleifer, 7 Schlosser, 25 Schneider, 20 Schuster, 3 Seifensieder, 3 Steinsetzer, 2 Seiler, 2 Spießmacher, 8 Sporer, 4 Steinmetze, 3 Täschner, 6 Tischler, 7 Töpfer, 230 Tuchmacher, 3 Tuchscheerer, 3 Wagner, 2 Wollhändler, 12 Zimmerleute, 2 Zinn- oder Kandelgießer Zuckermacher(Conditoren).   1546 am 22.1. riss ein große Eisfahrt teilweise den Röhrensteg weg.   1547 Schmalkaldischer Krieg In unsere Stadt zog nun das milit. Schreckenssystem ein, dessen Symbol, der obgedachte Galgen, jeden zum blinden Gehorsam erinnerte. Noch denselben Tag(31.1.), sowie am folgenden zog die Besatzung aus, plünderte die der Stadt gehörigen Dörfer, aus welchen das Vieh hereingetrieben wurde, und verheerte sie mit Mord und Brand. Doch das war noch nicht genug des Elends. Nachmittags und die Nacht hindurch (den 1.2.) wurden auch die Vorstädte in Brand gesteckt. Tags darauf ging es über die Weinvorräte im Ratskeller her. Und das anstehende Flößholz wurde jedermann preisgegeben. Die Kriegsknechte plünderten die schutzlosen Häuser aus. Einem Bürger der einen der Befehlshaber um den Grund dieser greulichen Verwüstung befragte, entgegnete dieser hönisch: "Wir wollen euch gerne selig machen,denn ihr lehret ja, dass das Himmelreich der Armen sei!" eine Antwort aus der man entnehmen kann, wessen Geistes Kinder selbst die Offiziere der Besatzung waren. So betrugen sich Sachsen gegen Sachsen.   1552 Ein Erdbeben erschütterte auch Oberhohndorf. 1554 Am 18.11. bot die Steinkohlengewrkschaft Zwickau dem Landesherrn die Zahlung eines Kohlenzehntes an, wenn ihr dafür der freie Verkauf von Kohle genehmigt würde. Damit sollte der kostspielige Stollenausbau finanziert werden. Mit der Zusage des Kurfürsten und der Einführung eines Zehnten für die Amtsdörfer Hohndorf und Bockwa erledigte sich die Reiheladung. 1584 Sind die Bockwaer und Oberhohndorfer mit 159 Fudern, 884 Karren und 787 Truhen an der durch Kohlenordnung geregelten Reihenladung beteiligt. Die Kohlenbauern benutzten zu der Zeit noch die Haspelförderung. Hoendorf oder Hohndorf wird zur besseren Unterscheidung zu Niederhohndorf in Oberhohndorf umbenannt.   1598 Es war eine große Teuerung und eine Große Pestseuche in Zwickau. Genannt "das große Sterben" 631 Tote