793 Jahre ist es her seit Oberhohndorf das erste Mal unter dem Namen "Hoendorf" urkundlich erwähnt worden ist. Aus den ältesten gefundenen Urkunden geht hervor, das es eine deutsche Gründung war. Es war ein unmittelbares Amtsdorf im Königreich Sachsen, im Zwickauer Amte des erzgebirgischen Kreises, eine halbe Stunde südl. von der Stadt Zwickau gelegen, welche erst 7 Jahre zuvor das Stadtrecht erhielt. Es ist auf der Höhe eines Berges erbaut, der sich fast steil erhebend, auf der östlichen Seite der Mulde und des Dorfes Bockwa hinzieht (Melaphyrfelsen, es existierte auch einige Steinbrüche die aber sämtlich verfallen sind), nach Süden und Osten hin sich aber seicht verflacht und bloß nördlich schneller abfällt. Die hohe Lage des Ortes gewährt sowohl nach Norden, über Zwickau hinweg, das Muldental hinunter, als südöstlich in die Gebirge,die trefflichsten Aussichten, und er wird deshalb von den Bewohnern Zwickaus zu ländlichen Partien benutzt. Alle Häuser im Dorf waren Bauerngüter. Ursprünglich bestand Hoendorf aus zwei Hälften. Die untere gehörte dem Burggrafen zu Meißen als Grafen von Hartenstein, die obere dem Markgrafen von Meißen. Es hatte ein Gemeindehaus und eine dabei befindliche Gemeindeschmiede. Die Einwohner gingen nach Bockwa zur Kirche und die Kinder nach Bockwa zur Schule. Die Einwohner betrieben nebst Feldbau und Viehzucht, auch den auf die meisten Bauernhäuser verteilten, und aus einem Gemeindekohlenberge bestehenden, Steinkohlenbergbau.